Windows 98 kam erstmalig am 25. Juni 1998 auf den Markt und reihte sich damals als Nachfolger von Windows 95 sehr erfolgreich in die bekannte Betriebssystemreihe aus dem Hause Microsoft ein. Nicht ohne Grund, denn Windows 98 war das erste Betriebssystem, welches den heute kaum mehr wegzudenkenden Mehrschirmrechner-Betrieb unterstützte.
Entwickelt unter dem Entwicklungscodenamen “Memphis”, ist Windows 98 ein sogenanntes 16-Bit/32-Bit-Hybrid-System und basiert – wie alle seine Vorgänger aus der OS-9er-Reihe – auf dem Betriebssystem MS-DOS. Zudem lassen sich auch durch die weitgehenden Installations- und Systemvoraussetzungen darauf schließen, dass die 9er-Reihe noch weitaus mehr gemeinsam hatte.
Windows 98: Neuerungen, Versionen und Eigenschaften
Windows 98 ist allerdings das erste auf MS-DOS-basierende Betriebssystem, das einzelne Hintergrundprogramme nicht mehr im 16-Bit-Modus ausführt. Sein direkter Vorgänger handhabt das noch anders. Zudem ist Win 98 auch das erste Windows-OS, welches eine verbesserte und ausgereifte USB-Unterstützung nutzt. Beim Vorgänger ist diese zwar ebenfalls vorhanden aber noch so fehlerhaft, dass sich nur die wenigsten Hardware-Komponenten problemlos via USB am PC betreiben lassen. Weitere tragende Neuerungen sind die Erkennung von größeren Festplattenpartitionen im FAT32-System, die Nutzung des Active Desktops und der überholte Windows Explorer. Dieser ist sehr viel übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet, als es noch bei Win 95 der Fall ist.
Bis zum Jahre 2006 war Win 98 eines der bevorzugt genutzten Betriebssysteme weltweit. Im September 2000 wurde es mehr oder weniger von seinem Nachfolger Windows ME (Millennium Edition) abgelöst. Beide Betriebssysteme wurden jedoch noch einige Jahre genutzt, bis der Support für ebenfalls beide Systeme im Juni 2006 eingestellt wurde. Zwischen der Veröffentlichung der Erstversion von Windows 98 und Windows ME lagen verschiedenen Nachfolgeversionen, wie die Windows 98 SE (Second Edition) im Jahre 1999, die einige Fehler ausarbeiteten und so für viele gute Kritiken sorgte. Vorher hatte man Microsoft oft vorgeworfen, dass Windows 98 nur eine minimal überholte Version von Windows 95, und nur aus Gründen des Marketings und Kommerzes auf den Markt gebracht worden sei. Windows 98 SE brachte nicht nur eine bessere USB-Unterstützung mit, sondern eine für damalige Zeiten sehr ausgereifte Netzwerkunterstützung, die auch noch den heutigen Verfahren zugrunde liegt.
Windows XP, Windows Vista und Windows 7
Das nächste Windows-Betriebssystem, welches noch heute besonders für eine Vielzahl von Neuerungen und Erweiterungen bekannt ist, war Windows XP, welches 2001 veröffentlicht wurde. Direkter Vorgänger von Windows XP ist das 2000 erschienene Windows 2000, das das erste Windows-OS war, das nicht mehr auf der DOS-Oberfläche basierte. Windows XP löste aber damals Windows ME als “Home Edition” ab und richtete sich so, anders als Windows 2000, eher an Privatanwender, als an Business-User. Mit Windows XP verfolgte Microsoft von Anfang an das Ziel nicht nur die technischen Möglichkeiten und Ausstattungen des OS zu erhöhen, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit. Windows XP sollte ein Betriebssystem sein, das auch problemlos von Laien und Wenignutzern verwendet und verstanden werden kann.
Es folgten die heute bekannten Betriebssysteme Windows Vista uns dessen aktueller Nachfolger Windows 7, das 2009 erschien. Windows 7 ist mittlerweile in sechs verschiedenen Editionen erhältlich, die sich zum einen in den Preisen, aber auch den einzelnen Ausstattungen unterscheiden. So richtet sich die Windows 7 Starter Edition besonders an PC-Gering- und Notebooknutzer, die Windows 7 Home Edition an anspruchsvolle Privatnutzer und Windows 7 Professional an kleinere Unternehmen. Somit versucht Microsoft, mit einem OS möglichst viele Anwendergruppen abzudecken.